WANN KANN DIE METHODE TAE EINGESETZT WERDEN?
Die Methode TAE unterstützt bei fachlich-theoretischen, künstlerischen, politisch-gesellschaftlichen und lebenspraktischen Themenstellungen. Sie kann in allen Stadien kreativer Prozesse eingesetzt werden. Die Methode zielt auf den Bereich des Themas, der sich noch nicht klar fassen lässt, etwa, wenn Fragen der folgenden Art vorliegen:
Wie kann ich eine eigene Haltung innerhalb eines komplexen Themas finden? Worum geht es mir in meiner Themenstellung wirklich? Was ist das Spezifische meines Vorhabens/Ansatzes? In welcher Weise unterscheidet sich mein Vorhaben von herkömmlichen Ansätzen? Wie kann ich das Spezifische meines Vorhabens kommunizieren?
WAS BEWIRKT DIE METHODE TAE?
Die Methode stellt Arbeitsschritte zur Verfügung, die es ermöglichen, immer wieder auf die eigenen Intuitionen und Erfahrungen zurückzukommen und diese in den Schaffensprozess einfließen zu lassen. Auch das im Focusing
so wichtige körperliche Erleben eines Themas spielt hier eine Rolle. Anwender(innen) lernen, ihren kreativen Prozess so zu steuern, dass sie sich einerseits mit anderen Meinungen auseinandersetzen, andererseits eigene Gedanken entwickeln und weiter verfolgen können. Auch am eigenen sprachlichen Ausdruck wird systematisch gearbeitet. Anwender(innen) werden befähigt, sich so genau auszudrücken, dass das Spezifische Ihres Anliegens für Dritte verständlich wird.
ZIELE UND ERGEBNISSE
Ziel eines solchen Prozesses ist das Erlernen eines an der individuellen Erfahrung und Intuition orientierten, unabhängigen und kreativen Denkens und Handelns. Im Laufe des Prozesses werden sprachliche oder andere symbolische Konzeptionen erarbeitet, die als Grundlage für Webseiten, Flyer oder wissenschaftliche Arbeiten dienen können (die Sitzungen werden von der Beraterin protokolliert).
Zugleich geht es darum, destruktive Verläufe des eigenen Schaffensprozesses frühzeitig zu erkennen und einen konstruktiven Umgang zu entwickeln. So sind kreative Prozesse oftmals nicht nur durch äußere, sondern auch durch innere Blockaden bedroht: wir trauen uns nichts zu und machen uns selbst, oft unbewusst, Vorwürfe. Im Rahmen des Beratungsprozesses wird erlernt, wie derartige Prozesse der Selbstentwertung rechtzeitig erkannt und gestoppt werden können.
WIE KANN TAE ERLERNT WERDEN?
Die Arbeit erfolgt in der Regel in 90-minütigen Sitzungen. Je nach Stadium des Prozesses ist es möglich, diese Sitzungen auch telefonisch abzuhalten. Neben der Begleitung bei der Entwicklung von individuellen Projekten ist es möglich, eigene Projekte auch im Rahmen eines TAE-Projekt-Workshops
weiter zu entwickeln.
TAE AN UNIVERSITÄTEN
TAE wurde ursprünglich als Methode der Theoriekonstruktion entwickelt. Wie sich nach vielfach durchgeführten und evaluierten TAE-Kursen an der Ludwig-Maximilians-Universität und der Hochschule Kehl sagen lässt, wird die Methode von Wissenschaftler(innen) sehr geschätzt (mehr Informationen und Evaluationsergebnisse
). Sie eignet sich insbesondere auch zur Begleitung wissenschaftlicher Arbeiten und Projekte.
TAE-FORTBILDUNG FÜR BERATER/INNEN UND COACHES
Im Oktober 2011 startet eine Weiterbildung für Berater(innen) und Coaches ("Erlebensbezogene Konzeptentwicklung"
), in der die Begleitkompetenzen für die Methode TAE systematisch vermittelt werden.
Einführung: Artikel: "Erlebensbezogen Denken: Neue Konzepte entwickeln in Beratungsprozessen" 